40 Jahre Matthäuskirche - So fing es an - Schlaglichter aus der Gründungszeit
Seit Mitte der sechziger Jahre gab es - wie auf dem Bild zu sehen - nur das Pfarrhaus und den Gemeindesaal, der als Gottesdienstraum diente. Erst dann wurde die Kirche gebaut und 1968 eingeweiht.
Frau Josepha Lindenthal und Frau Gerlinde Agadh geben Auskunft über die ersten Jahre der Matthäus-Gemeinde:
Wie ging das los vor vierzig Jahren, mit welchen Angeboten begann die Arbeit in der Matthäusgemeinde?
„Einmal im Monat war Gemeinde-Nachmittag. Es kamen ungefähr vierzig Personen. Den Kuchen hat Frau Renner, die Pfarrfrau, ganz alleine gebacken - manchmal bis zu acht Obstkuchen. Es gab schon bald einen Chor und ein Musikensemble, auch Kinder- und Jugendarbeit. Später kam das Sommerfest dazu.“
Die Matthäusgmeiende war ursprünglich ein Teil der St.Mang-Kirchengemeinde. Wie hat die „Mutterkirche“ auf diese Ausgliederung reagiert?
„Manche Kirchenvorsteher in der St. Mangkirche waren skeptisch. Doch dann hat die St. Mangkirche der Matthäusgemeinde die Abendmahlsgeräte geborgt.“
Welche Menschen haben die
Matthäuskirche damals geprägt?
„Ganz besonders Herr Pfarrer Renner und seine Frau. Auch die Kinder der Pfarrerfamilie waren wichtig: Sie haben Schnee geräumt, den Garten und den Rasen in Ordnung gehalten. Pfarrer Renner hatte anfangs auch keine Sekretärin. Wichtig war Diakon Götz, der mitgearbeitet hat und der Kirchenvorstand: Die Herren Ellhardt, Weiß, Lenzer, Lindenthal, Bonitz, Oberländer und die Damen Steinbach, Sauerwein und Agadh.“
Welche Herausforderungen gab es am Anfang?
Es war ein schwerer Anfang. vieles war noch nicht angeschafft. Um Planung und Bau gab es heftige Auseinandersetzungen. Ein Kirchenbauverein unterstützte Pfarrer Renner. Es musste die Orgel noch beschafft und der Kindergarten gebaut werden“
Und ein besonderer Höhepunkt?
„Familie Lichtenecker hat bei der ersten Konfirmationsfeier den Abendmahlskelch gestiftet.“