Kirchenvorstand


Der Kirchenvorstand besteht aus folgenden Kirchenvorstehern (von links):

Tobias Heider
Dr. Volker Pröbstl
Sigrid Dornfeld
Karolina Weinmeir
Josef Lubig
Birte Ohmayer
Klaus-Jürgen Bandmann
Roland Sauter (Vertrauensmann)
Ann-Kathrin Ulreich
Frauke Tempel
nicht anwesend: Julia Kartheininger

und nimmt u.a. folgende Aufgaben wahr:

- Entscheidungen über Zeit und Rahmen der Gottesdienste
- Einsatz für die Vermittlung des christlichen Glaubens
- Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit von Seelsorge
- Mitwirkung bei Personal- Entscheidungen
- Beschluss über die Verwendung der finanziellen Mittel
- Entscheidung über die Nutzung von Kirche und Gebäuden


Aktuelle Veröffentlichungen

 

Ein Leuchter für die Matthäuskirche (Gemeindebrief, März 2008):

LeuchterAbends, wenn die anderen Arbeiten in der Werkstatt in Waltenhofen ruhen, geht Anthony Wootton ans Werk. Der britische Metallgestalter, der seit Jahrzehnten im Allgäu lebt, hat keine eigene Metallwerkstatt. Er nutzt die Räume und Maschinen einer Bau- und Kunstschlosserei, um dort seine Kunstobjekte zu gestalten.
Am heutigen Abend, 5. März, ist er wieder zu Gange. Der Leuchter, der zum vierzigsten Jubliäum der Matthäuskirche hergestellt werden soll, ist fast vollendet. Es fehlen nur noch wenige Leuchterarme, es müssen nur noch die Kerzenhalter fertiggestellt werden, damit am Konfirmationssonntag der neue Leuchter in der Matthäuskirche aufleuchten kann. Mitarbeiterinnenn und Kirchenvorsteher sind zu Besuch bei Anthony Wooton in der Werkstatt. Metall ist ein besonderes Material - darüber kann der Metallgestalter detailliert berichten. Er holt aus bis zum Uranfang der Welt - einen Augenblick mit bersternder Energie. Er berichtet wie im Laufe der Jahrmillionen diese Energie zu Materie abkühlte. Und weitere Jahrmillionen brauchte es, bis schwere Elemente - Metalle wie Eisen - entstehen konnten. Dass Menschen dieses besondere Metall nutzen konnten, ist eine viel jüngere Geschichte. Aufrecht mussten sie gehen, die Arme ausstrecken können und Werkzeug gebrauchen, damit sie mit den Metallerzen etwas Sinnvolles anfangen konnten.
Auch Tony Wootton schmiedet mit der Hand und benutzt meist selbstgefertigte Werkzeug für seine Arbeiten. Im Hintergrund unter der Schmiedeesse glimmen die Kohlen. Eine daumendicke armlange Vierkantleiste aus Baustahl liegt im Feuer. Nicht zu kurz, dass das Metall weich genug ist und nicht zu lang, damit nicht tiefgreifende chemische Veränderungen vor sich gehen. Er hastet zu einem pneumatischen Schmiedehammer, den er für die ersten, gröberen Arbeiten einsetzt. Mitsetzt. Mit 50 Kilo-Schlägen wuchtet der Stahlhammer auf den glühenden Stab. Für den Ring, in den der Kerzenhalter eingesteckt wird, aber braucht der Metallgestallter Amboss und Hammer. Hammerschläge treiben die glühende Spitze auseinander. Ein großer Metallstift treibt das Loch in das Metall, wird rückwärts wieder herausgeschlagen, fällt scheppernd zu Boden. “Wenn irgend etwas herunterfällt, bitte mir nicht zur Hilfe kommen” - zu leicht verbrennt sich der Besucher die Finger. Auch das Eisen, dass nicht rot leuchtet, kann glühend heiß sein. ÿDas fertige Stück muss nur noch gebogen und gewachst werden, damit es in den Leuchter eingepasst werden kann. Der Leuchter, den Anthony Wootton gerade fertigstellt, ist nicht zu sehen. Nur die Skizze hängt in der Werkstatt und Studien liegen bereit: Leuchterarme, die zu dick geraten sind oder zu kurz. Ein armdicker, meterlanger Stahlrest - daraus wurde die Trägersäule geschmiedet. Vierzig Leuchterarme wird der Leuchter haben. Eigentlich ein Zufall. Vor einigen Jahren hatte Anthony Wootton für die Matthäuskirche ein Vorläufermodell mit elf Kerzen geschmiedet. Kirchenvorsteher, Mitarbeiterinnen und Pfarrerin Elke Pröbstl waren so begeistert, dass der Traum von einen großen Leuchter entstand.
Und jetzt im Jubiläumsjahr wird der Jubiläumsleuchter auch noch helfen, eine neue, sparsame Kirchenheizung zu schaffen: Wer 500 Euro oder mehr für Leuchter und Heizung spendet, bekommt seine Initialen in die Fußfläche des Kerzenhalter geschlagen. Sobald der Leuchter steht und die Planungen für die Heizungen von Fachleuten geprüft und durchdacht sind, kann die Aktion beginnen: „Licht und Wärme“ sind ja nur zwei Seiten der einen ursprünglichen Energie. Und dass diese bis auf den Uranfang der Welt zurückgeht, das hatte Wootton schon zu Beginn erläutert.

 

Bericht aus der Arbeit des Kirchenvorstands (Birte Ohmayer, März 2008):

Die Sanierung der Gesamtanlage Matthäuskirche schreitet voran, auch wenn es momentan für Sie noch nicht sichtbar wird. Deshalb möchte ich Sie kurz über den Stand unserer Arbeit unterrichten.
In Zusammenarbeit mit dem landeskirchlichen Architekten Herrn Illig wurde vom Kirchenvorstand ein Grundkonzept für alle Gebäude erstellt und die weitere Vorgehensweise abgesteckt.
Auf der Suche nach innovativen und effizienten Heizmöglichkeiten haben wir eine Kirchenheizung in Ravensburg besichtigt. Momentan werden Angebote für Strahlungsheizungen eingeholt und auf ihre Verwendbarkeit im Kirchenraum geprüft. Bei unseren Überlegungen versuchen wir immer den schonenden Umgang mit unseren Energieressourcen zu beachten. Unser vordringliches Ziel ist es zudem die enormen Heizkosten zu senken und die uneffiziente Raumluftheizung so bald als möglich zu ersetzen.
Für das Pfarrhausgebäude wurden ein Energiepass und eine Prioritätenliste der durchzuführenden Maßnahmen erstellt. Konkrete Planungen stehen jetzt an und wurden an das Architekturbüro Hagspiel in Kempten vergeben.
Im Kindergartengebäude denken wir in Zusammenarbeit mit der Stadt über eine Generalsanierung nach, bei der der Ausbau auf die Krippenfähigkeit mit berücksichtigt werden soll.
Sie merken schon, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen in diesem Rahmen müssen mit mehreren Stellen abgestimmt werden und wohl bedacht sein. Das dauert seine Zeit, aber die jetzt zu tätigenden Maßnahmen werden dann hoffentlich für längere Zeit uns allen über eine warme Kirche, einen vielseitig nutzbaren Kindergarten und ein ansehnliches Pfarramt zu Gute kommen.

 

Ein Jahr im Kirchenvorstand – was ich erlebt habe (Tobias Heider, Dezember 2007):

Seit über einem Jahr darf ich im Kirchenvorstand mitwirken und seitdem ist bereits viel passiert.
Am 22.10.06 wählten Sie als Gemeindeglieder den Kirchenvorstand für insgesamt sechs Jahre. Besonders freut mich, dass wir uns aus erfahrenen und jungen KirchenvorständInnen  zusammensetzen und somit noch vielfältigere Ansichten in unsere Diskussionen einbeziehen können.
Neben den häufig zu treffenden Entscheidungen über den Haushalt, die Kollektenverwendung und Renovierungsmaßnahmen haben wir uns vor allem ein Ziel gesetzt: Unsere Gemeinde lebendig und vielfältig zu gestalten und zu einem Ort der Begegnung zu machen. Deshalb sind wir in verschiedene Arbeitskreise aufgeteilt, um unsere Energie auf die unterschiedlichen Aufgaben zu konzentrieren. So möchten wir Ihnen beispielsweise die Gemeinde und ihr breites Angebot durch Vorstellung der Gruppen und Kreise im Vorraum der Kirche und unsere Internetseite www.matthaeus-kempten.de näher bringen. Außerdem versuchen wir den sonntäglichen Gottesdienst weiterzuentwickeln und durch Erklärungen der einzelnen Elemente im Gemeindebrief und einem neuen Ablaufplan für besondere Gottesdienste verständlicher zu machen.
Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und auch Probleme, denn wir sind inzwischen zu einem kreativen und ausgeglichenen Team geworden und ich hoffe, dass durch unsere Arbeit solch ein Zusammenwirken zukünftig vor allem auch in unserer Gemeinde stattfinden kann.